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Wir alle können uns an die Reaktionen nach dem BREXIT-Votum erinnern – der Bitcoinkurs stieg kräftig an.

Mit dem Wahlsieg von Donald Trump hat sich dieses Szenario wiederholt. Wieder ist es zu einem politischen Eklat, zu einer großen Verunsicherung der Märkte gekommen. Entsprechend negativ haben die Börsen reagiert, die sich ganz klar Hillary Clinton gewünscht hätten.

Auf der Gegenseite profitieren Flucht- und Krisenwährungen. Das etablierte Krisenmetall Gold hat deutlich über 2 % nach Börsenstart notiert. Das neue Gold, Bitcoin, ist noch heftiger nach oben ausgeschlagen. Wie schon bei anderen politischen Krisen kam es zu einem signifikanten Anstieg des Bitcoinkurses. So ist der Bitcoinkurs bereits über 4 % (Stand 10:30 Uhr) gegenüber dem Euro und US-Dollar angestiegen.

Das Bitcoin als optimale Krisenabsicherung gilt, liegt unter anderem daran, dass die digitale Währung unabhängig von Regierungen und politischen Institutionen ist. Selbst ein unberechenbarer Donald Trump, der die regulierten Finanzmärkte in Unsicherheit stürzen kann, kann gegenüber Bitcoin, nur wenig bis gar nichts ausrichten.

Hätte Hillary Clinton die US-Wahlen gewonnen, so wäre wahrscheinlich nichts mit dem Bitcoinkurs, weder in die eine noch in die andere Richtung, passiert. Schließlich steht Hillary Clinton für das Etablierte, für die Weiterführung der Obama-Politik. Eine Flucht in Bitcoin wäre also entsprechend nicht notwendig gewesen und Bitcoin hätte nicht von der Unsicherheit profitiert.

Allerdings stellt sich die Frage, wie nachhaltig dieser Bitcoin-Kursanstieg tatsächlich ist. Ein alter Börsenspruch besagt, dass politische Börsen kurze Beine haben. In einer rationalen respektive fundamentalen Analyse hat sich für die digitale Währung Bitcoin nichts getan. Der Bitcoinkurs ist, im Rahmen der US-Wahlen, ausschließlich von Emotionen getrieben, was erfahrungsgemäß keine nachhaltige Kursentwicklung mit sich bringt.

Grundsätzlich kann nur darüber spekuliert werden, wie aufgeschlossen Donald Trump gegenüber der Blockchain und Blockchain-Anwendungen ist. Ob Donald Trump die Blockchain-Technologie für genauso unsinnig findet, wie den Klimawandel, bleibt abzuwarten. Hillary Clinton hingegen hatte sich hierzu bereits schon vor Monaten positiv für die Blockchain ausgesprochen und betont, dass sie Blockchain-Anwendungen unterstützen wird.

Vielleicht wurde in der Geschichte des Bitcoin, ein Bitcoin-Kursanstieg noch nie so teuer erkauft, wie an dem heutigen Tag.

Dieser Beitrag basiert auf einem Bericht vom BTC Echo
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