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Der Preis pro Bitcoin knackte in der vergangenen Woche die magische 750 US-Dollar-Marke und näherte sich damit dem letzten Jahreshoch im Juni 2016.

Der Preis der digitalen Währung stieg am 17. November auf 152,04 US-Dollar, bevor der Kurs an fahrt verlor und absackte. Im weiteren Verlauf der Woche stieg der Bitcoin-Kurs noch mehrmals über 750 Dollar, konnte den Support jedoch nicht halten und knickte ein.

Zum jetzigen Zeitpunkt liegt der Kurs bei 746,39 US-Dollar bzw. 704,81 Euro. Das bedeutet weiterhin ein sattes Plus von 4% im Vergleich zur Vorwoche.

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Sowohl die Abwertung des chinesischen Yuan, das Vorhaben der indischen Regierung bestimmte Banknoten aus dem Verkehr zu ziehen, als auch die Unsicherheiten um das Amt der neuen US-Präsidenten Donald Trump haben den Kurs der digitalen Währung beeinflusst.

Petar Zivkovski vom Whaleclub fasste die Entwicklung aus China ganz nett und auf den Punkt zusammen:

“Im Zuge des anhaltenden Wertverlust der chinesischen Währung Yuan, sehen viele Chinesen ihre Ersparnisse dank der chinesischen Regierung sich in Luft auflösen. Welche Währung kann hier mehr Schutz bieten als Bitcoin, eine Währung die völlig losgelöst von jeglicher Regierung existiert?”

Tim Enneking, Crytocurrency Manager (EAM) machte aber vor allem auch die Aussonderung der beiden größten indischen Rupee Banknoten für die Kursrückendwinde verantwortlich.

Der Premierminister Narendra Modi teilte am 8. November mit, dass zukünftig alle 500 und 1.000 Rupee Geldscheine aus dem Verkehr gezogen werden. Kurz nach der Ankündigung bildeten sich große Schlangen bei den Banken und die Menschen versuchten ihre bald ungültigen Banknoten einzutauschen.

“Viele Inder kaufen jetzt feste Anlagegüter wie Gold, Diamanten, Uhren – und Bitcoin,” so Enneking.

Enneking zufolge wird dieser Übergang einiges an Zeit in Anspruch nehmen und den Bitcoin-Kurs weiter bekräftigen.

Der Trump Effekt

Auch wenn die meisten Analysten derzeit China oder Indien für den  Kursanstieg verantwortlich machen, so sollte man den Ausgang der letzten US Präsidentschaftswahl bei keiner Analyse außer acht lassen.

Der überraschende Wahlsieg Donald Trumps sorgte für große Diskussionen in der Politik und Marktanalysten. Zivkovski erklärt wie der unerwarteten Ausgang der Präsidentschaftswahl die Wirtschaft und Bitcoin beeinflussen kann:

“Viele betrachten Bitcoin als Schutz gegen wirtschaftliche Turbulenzen, die unter Präsidenten Trump erwartet werden.”

 

Zcash hat Probleme Fuß zu fassen

Bitcoin war sicherlich nicht die einzige digitale Währung, die in der vergangenen Woche bemerkenswerte Kursschwankungen durchleben durfte. Die Kryptowährung Zcash war noch weitaus größeren Kursschwankungen ausgesetzt.

Nach dem Start am 28. Oktober wurde die anonyme Währung extrem gehypt und startete somit bei einem Preis von 3.300 BTC bzw. 2 Mio US-Dollar pro Zcash Coin – irre. Dieser Kurs konnte jedoch nicht lange gehalten werden. Am 11. November lag der Preis pro ZEC bereits bei “nur” noch 225,74. Seither fiel der Preis konstant weiter – aktueller Kurs 62,67 US-Dollar.

Der Hauptgrund für den stetigen Kursverlust ist die rasant ansteigende Verfügbarkeit. Coinmarketcap Zahlen zufolge gibt es derzeit bereits 58.538 ZEC.

 

Zivkovski:

“Wenn die Zcash Verfügbarkeit weiterhin ansteigt und die Nachfrage weiter sinkt, wird die digitale Währung nach dem ersten Hype nicht weiter viel Aufmerksamkeit erhalten. Die mittelfristige Prognose für Zcash deutet auf ein weiteres Abschwächen hin.”

Dieser Beitrag basiert auf einem Bericht vom BTC Echo